Somnus
"Somnios" stammt vom lateinischen Wort 'somnus', was Traum oder auch Schlaf bedeutet und noch im italienischen 'sogno' steckt.
Traumberatung... noch immer hört sich das für manche
Ohren seltsam an. Dabei war der Traumberater
in den antiken Kulturen ein hochgeachteter
Beruf. Fühlte man sich in Griechenland krank an
Seele oder Gemüt, so suchte man einen der zahlreichen Äskulap-Tempel
auf, verbrachte in dessen Ruhegärten eine Nacht und besprach
den dort empfangenen Traum mit dem Tempelpriester
- dem Traumberater.Wohin man auch blickt, ob zu den Indianern beider Amerika, den australischen Aborigines, Sibirien, Malaya, China, Indien, Japan, dem Orient, dem schwarzen und dem arabischen Afrika, oder den alten Volkskulturen Europas - in allen Kulturen der Welt, genoss derjenige, der den Sinn der nächtlichen Träume deuten und ihn nutzbringend in das Wachleben einbringen konnte, allerhöchstes Ansehen.
Doch im Laufe der Entwicklung der europäischen Kultur mit ihrer Befreiung vom Aberglauben bekamen Träume mehr und mehr eine Bedeutung des störenden Irrationalen, mit dem zu beschäftigen als Zeitverschwendung, wenn nicht sogar als vernunftbedrohender Mystizismus gesehen wurde. Nur sehr eigenwillige Menschen und einige Künstler blieben der tief in ihnen wohnenden Kraft der Träume treu, nutzten sie als Spiegel der seelischen Vorgänge und als Quelle der Kreativität.
Erst durch die modernen Meister der seelischen Erkenntnis wie Sigmund Freud und C.G. Jung erhielt die Beschäftigung mit Träumen wieder eine noch etwas suspekte Anerkennung, doch es dauerte noch geraume Zeit bis Menschen ohne Angst und ohne doktrinäre Scheuklappen die Träume wieder als das nutzten, was sie sind: tägliches Geschenk aus der Tiefe der eigenen Natur, das uns inneren Reichtum, Heil und Heilung und ein Mehr an Schönheit und Kraft in unserem Leben bringen kann.
Meine Traumberatung, in diesem wohlverstandenen Sinne humanistisch geprägter Seelenkunde, soll Ihnen helfen, sich diese verschütteten Quellen wieder nutzbar zu machen.


